Unternehmer-Blog

Das ideale Onboarding für neue Mitarbeiter

13. Mai 2019 / by Christopher Bieber

Ein guter Onboarding-Prozess ist das A und O, wenn es darum geht, einen erfolgreichen, gemeinsamen Weg mit einem Mitarbeiter im Unternehmen zu ebnen, denn der erste Eindruck entscheidet oftmals darüber, wie erfolgreich die gemeinsame Zukunft ist.

Checkliste

 

Das Schlüsselwort ist schon gefallen: Ein Unternehmen braucht einen strukturierten Prozess, damit das Onboarding ein Erfolg werden und der Mitarbeiter sich von Anfang an im Unternehmen wohlfühlen kann.

Dieser Prozess sollte mit dem Unterzeichnen des Arbeitsvertrags beginnen. Was benötigt der Mitarbeiter, um an seinem ersten Arbeitstag optimal starten zu können? Der zukünftige Mitarbeiter sollte auch vor dem Beginn seiner Tätigkeit einen Ansprechpartner für offene Fragen haben. Man kann ihm in dieser Zeit auch schon Informationen zum Unternehmen und zu seiner Tätigkeit zukommen lassen, wie z.B. ein Organigramm, eine detaillierte Stellenbeschreibung oder sogar den thematischen Einarbeitungsplan der ersten Wochen. Zusätzlich sollte der Arbeitsplatz des Mitarbeiters auf seine Ankunft vorbereitet und alles bereitgestellt werden, was der Mitarbeiter zur zielführenden Ausübung seiner Tätigkeit benötigt.

Wenn die Zeit für den ersten Arbeitstag des Mitarbeiters gekommen ist, sollte man sich genug Zeit für ihn nehmen. Es gilt jetzt, nicht nur den direkten Arbeitsplatz, sondern die gesamte Arbeitsumgebung und natürlich die Kollegen vorzustellen. Hierbei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der neue Mitarbeiter in den ersten Tagen von Informationen praktisch überrollt wird und nicht alles, was man ihm mitteilt, auch behalten wird. Deshalb kann es helfen, Informationen kontextuell einzuordnen. Was ist essentiell wichtig? Was wird später sowieso noch detaillierter besprochen? Wo findet der Mitarbeiter die Informationen oder wen kann er danach fragen? Die ersten Tage sollten dazu dienen, einen Rahmen zu schaffen, den man dann später ausfüllen kann.

Vor allem in der ersten Zeit ist wichtig, sich auch den sozialen Aspekten und nicht nur den fachlichen zu widmen, damit sich ein neuer Mitarbeiter willkommen fühlt.

Beim Onboarding eines Mitarbeiters darf vor allem eines nicht vergessen werden: Kommunikation. Dem Mitarbeiter sollte Feedback gegeben werden - es sollte aber auch aktiv eingeholt werden. Dieser Austausch erlaubt es, den Prozess flexibler zu gestalten und für den Mitarbeiter zu individualisieren. Hat man jemanden vor sich, der sich lieber langsam an Themen herantastet oder jemanden, dem es sofort in den Fingern juckt, seine Aufgaben zu übernehmen? Beides sind valide Herangehensweisen und sagen nichts darüber aus, wie erfolgreich ein Mitarbeiter später im Unternehmen sein kann. Wenn man sich aber auf diese Bedürfnisse des Mitarbeiters einstellt, kann man den Weg zu einer gelungenen Integration ebnen.

Damit ein Mitarbeiter die Erwartungen seines Vorgesetzten erfüllen kann, muss er diese kennen. Das Ziel des Onboardings ist, den Mitarbeiter auf eine erfolgreiche Zukunft im Unternehmen vorzubereiten . Das ist nichts, was intuitiv geschieht. Es benötigt einen aktiven Austausch, der Lob und Kritik beinhalten wird, um ein produktives Zusammenarbeiten zu ermöglichen.

Topics: Personalmangel, Mitarbeiterbindung, Blog, Unternehmer

Christopher Bieber

Verfasst von Christopher Bieber

Christopher Bieber ist Leiter einer der schnellst wachsenden Direktionen der Allfinanz Deutschen Vermögensberatung, mit 20 Vermögensberatern und rund 14.000 Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein.