Unternehmer-Blog

Ein Balance-Akt für jeden Arbeitgeber: Die Gehaltsverhandlung!

9. Dezember 2020 / by Christopher Bieber

Der Jahreswechsel naht und Mitarbeiter, sowie Vorgesetzte blicken nachdenklich auf die letzten 12 Monate zurück. Nach reichlicher Reflexion steht bei dem einen oder anderen Arbeitnehmer fest, dass im kommende Jahr das Gehalt steigen soll. Also ab zum Chef! Doch wie führt man eine faire Gehaltsverhandlung als Arbeitgeber, von der beide Seiten profitieren?

2020-12-07

Kurz zu den Voraussetzungen: Mitarbeiter gehen immer nervös in solche Verhandlungen, da sie im Gegensatz zu Vorgesetzten oder Personalern kaum Routine darin haben. Außerdem fällt es selten leicht die eigenen Vorzüge und Leistungen aufzulisten und sich zu behaupten. Wo die einen zu aggressiv und kampfbereit in das Gespräch gehen, knicken die anderen schnell ein und lassen sich vertrösten. Frustration ist quasi vorprogrammiert.

Dagegen hier ein paar Tipps:

Vorbereitung: Einem Bestandsmitarbeiter eine Gehaltserhöhung zuzusprechen, kann unter Umständen günstiger sein, als einen Nachfolger zu finden und einzuarbeiten. Dies und die bisherige erbrachte Leistung des Mitarbeiters müssen mit in die Kalkulation einer Steigerung fließen. So ist im Gespräch die Argumentation für den Arbeitnehmer schlüssig und er sieht, dass der Vorgesetzte sich mit seiner Arbeit im Vorfeld auseinandergesetzt hat.

Zeit und Atmosphäre: Während des Gesprächs ist der Mitarbeiter die Priorität. Die Dauer von 1 Stunde sollte als Minimum freigehalten werden, damit kein Zeitdruck entsteht. Durch anfänglichen Smalltalk wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Außerdem zeigen das Interesse und die ausreichende Zeit dem Mitarbeiter, dass er geschätzt wird und sein Anliegen wichtig ist.

Leistung und Qualifikation: Sympathien und Antipathien haben in einer Gehaltsverhandlung nichts verloren. Es geht schließlich um das Halten eines motivierten Mitarbeiters und nicht darum, einen Freund zu gewinnen. Ganz wichtig: Geschlecht und Herkunft sollten genau so wenig Einfluss auf das Gehalt haben. Willkommen im 21. Jahrhundert! Was wirklich zählt ist, was geleistet wird und wie gut der Mitarbeiter qualifiziert ist.

Zielvereinbarung: Sollte der Mitarbeiter keine Gründe für eine Gehaltssteigerung vorweisen können oder das Budget der Firma zu klein sein, bietet es sich an, für die nahe Zukunft ein neues Gespräch zu verabreden. Bis dahin können Ziele (unbedingt konkret und schriftlich) vereinbart werden, nach deren erreichen sich die monetäre Steigerung richtet. Dies steigert beim Mitarbeiter die Motivation und zeigt die Kompromissbereitschaft des Arbeitgebers.

Haben Sie Interesse Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nicht nur finanzielle Anreize als Gehaltssteigerung anzubieten, sondern sind Sie auch an anderen Möglichkeiten interessiert? Vereinbaren Sie gern ein kostenloses Erstgespräch und wir helfen Ihnen bei der Mitarbeiterbindung!

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P.S. Gehen Sie als Arbeitgeber doch mal in die Offensive und bitten Sie Ihre Mitarbeiter zur  Gehaltsverhandlung - damit lassen Sie erst gar keine Frustration aufkommen und zeigen Ihre Wertschätzung!

Topics: Personalmangel, Mitarbeiterbindung, Blog, Unternehmer

Christopher Bieber

Verfasst von Christopher Bieber

Christopher Bieber ist Leiter einer der schnellst wachsenden Direktionen der Allfinanz Deutschen Vermögensberatung, mit 20 Vermögensberatern und rund 14.000 Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein.