Unternehmer-Blog

Der optimale Einstieg in die betriebliche Gesundheitsförderung

8. Dezember 2021 / by Christopher Bieber

Der erste Schritt ist immer der schwerste. Vor allem beim Thema ‚Gesundheit‘ weiß man aufgrund der vielen Möglichkeiten gar nicht, wo und wie man anfangen soll. Gerade als Unternehmen, welches sich die Gesundheit seiner Belegschaft auf die Fahne geschrieben hat, ist es nochmal schwieriger. Wie kann der Einstieg dann gelingen?

Ein gedeckter Tisch. In den Schalen sind Reis, Avocado, Paprika, Süßkartoffel, Limette und Kräuter zu erkennen.

  • Die Analyse: Um handeln zu können, muss der Arbeitgeber wissen, wo der Schuh drückt. Deshalb ist der Austausch mit den Arbeitnehmern enorm wichtig. Dies kann gern in mehreren Sitzungen geschehen. Je nach Größe des Unternehmens sollte eine möglichst vielfältige Gruppe eingeladen werden, sich auszutauschen.
  • Die Themen: Betrachtet man Statistiken zu den Gründen der Fehltage in deutschen Unternehmen, werden verschiedene Bereiche deutlich, in denen es Handlungsspielraum gibt. Neben körperlichen und psychosozialen Belastungen, die es zu verringern gilt, gibt es ebenso Möglichkeiten zur Prävention. Dies kann den Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol oder Zigaretten betreffen, aber auch die Förderung von gesunder und ausgewogener Ernährung.
  • Die Unterstützung: Auch Unternehmen können sich professionell zum Thema beraten lassen. Krankenkassen informieren gern über alle Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung und finanzieren solche mitunter sogar. Hierfür ist es ratsam, sich an die Krankenkasse zu wenden, bei der die Mehrzahl der Beschäftigten versichert ist. Außerdem können sich Arbeitgeber an die BGF-Koordinationsstelle wenden und sich Unterstützung für die Umsetzung einholen.
  • Die Kommunikation: Nach der Analyse im Betrieb, die nur ein kleiner Teil mitgemacht hat, sollten alle Beschäftigten über den Grund der Maßnahmen informiert werden. Wo geht die Reise hin? Was sind die Ziele? Außerdem sollte deutlich gemacht werden, dass der Arbeitgeber weiterhin für Vorschläge offen ist, damit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Beschäftigten möglichst entsprochen werden kann.

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht von heute auf morgen umgesetzt. Nach vielen Gesprächen und den ersten vorsichtigen Schritten, sollte ein Plan gemacht werden, wie sich die Maßnahmen auch zukünftig umsetzen lassen. Das Thema ‚Gesundheit‘ sollte ein Bestandteil des Managements sein, wofür eventuell Umstrukturierungen im Betrieb nötig sind.

Topics: Mitarbeiterbindung, Blog, Unternehmer, Betriebliche Gesundheitsförderung

Christopher Bieber

Verfasst von Christopher Bieber

Christopher Bieber ist Leiter einer der schnellst wachsenden Direktionen der Allfinanz Deutschen Vermögensberatung, mit 20 Vermögensberatern und rund 14.000 Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein.