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So gründen Sie ein Startup richtig

27. Dezember 2018 / by Christopher Bieber

Gründung und Selbstständigkeit hört sich für viele verlockend an: Man baut etwas auf, ist sein eigener Chef und eigene Ideen können frei nach Belieben realisiert werden. Um erfolgreich zu sein,  muss jedoch einiges bedacht und einige Voraussetzungen mitgebracht werden.

So gründen Sie ein Startup richtig

 

Diese Grundvoraussetzungen sind Pflicht für eine erfolgreiche Unternehmensgründung

Zunächst einmal müssen Sie drei Grundvoraussetzungen erfüllen, wenn Sie ein Startup gründen wollen:

  1. Sie brauchen eine Idee, für die Sie wirklich brennen
  2. Es sind Investoren notwendig, die ebenso an Ihre Idee glauben und nicht zum ersten des nächsten Monats ihr Geld zurück verlangen
  3. Sie brauchen ein starkes Team, das Sie täglich unterstützt

 

Sie erfüllen die Grundvoraussetzungen? – Dann vermeiden Sie diese Fehler!

Fehler Nr. 1:

Selbst wenn Ihre Idee gut ist, ohne das richtige Vorgehen am Anfang der Gründung ist sie nichts Wert. Überlegen Sie sich nicht nur ein Konzept. Anfangs denken Gründer oftmals ihre Idee sei einzigartig, doch sucht man richtig finden sich schnell weitere Startups mit ähnlichen Konzepten. Deshalb machen Gründer häufig den Fehler, ihre Ideen geheim zu halten. Sie fürchten, sie könnten kopiert und ihre Idee geklaut werden. Dies ist schon der erste Fehler. Gerade in der Anfangsphase ist der Austausch mit anderen enorm wichtig. Es ergeben sich neue Blickwinkel, Erkenntnisse über den Markt oder welche aktuellen Herausforderungen warten.

Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, welche verschiedenen Fähigkeiten Sie für die Idee-Realisierung benötigen. Es muss jemand das Produkt bauen, die Finanzen organisieren, das Design entwerfen, sowie Marketing und Vertrieb verantworten. Diese Fähigkeiten besetzt selten nur eine Person, sodass eine erfolgreiche Gründung mit ein bis zwei Mitgründern meistens der bessere Weg zum Erfolg ist. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die dritte Grundvoraussetzung dabei nicht vernachlässigt wird. In der Gründungsphase kommen lange Arbeitstage auf Sie zu und deswegen eine ist harmonische Zusammenarbeit im Gründungsteam zwingend erforderlich.

 

Fehler Nr. 2:

Bei der Gründung eines Unternehmens schwimmt man anfangs selten in Geld. Doch das sollte keine billige Ausrede dafür sein, dass Sie nicht voll und ganz für Ihre Idee brennen. Wie sollen Investoren von einem Konzept überzeugt werden, wenn Sie selbst nicht daran glauben? Eine Gründung ist nicht so teuer, wie viele auf den ersten Blick erwarten. An diesem Beispiel lässt sich ganz gut verdeutlichen, dass für den Anfang kein allzu großer Geldbeutel gebraucht wird:

Ihr Startup hat noch keine Website? Über WordPress kann ganz einfach eine simple digitale Visitenkarte erstellt werden. Dies kostet Sie nur Ehrgeiz und Zeit und keine Gebühren. Dieses Beispiel kann auf viele Bereiche übertragen werden. Einfache und kostengünstige Lösungen reichen für den Anfang meistens aus. Sind die ersten Schritte dann gemacht, wird es auch einfacher Investoren für sein Startup zu gewinnen. Sollte man mal keinen passenden Investor finden, gibt es heutzutage auch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten an Working Capital zu kommen. Wie wäre es beispielsweise mit Crowdfunding oder die Bewerbung auf staatliche Förderprogramme? Wenn Sie also für die Idee brennen und die Idee auch gut ist, dürfte Working Capital nicht zum Problem werden.

 

Fehler Nr.3:

Wir halten fest: eine gute Idee und gutes Team sind für ein Startup essentiell. Doch die interne Organisation, Planung und Strukturierung ist ebenso wichtig. Sollten Gründer Schwierigkeiten mit der eigenen Organisation haben, kann dies eine Hürde für den Erfolg darstellen. Es muss jedoch kein K.O. Kriterium sein. Eine Person, die sich um dieses Thema kümmert, sollte bei der Aufstellung Ihres Teams berücksichtigt werden. Ansonsten wird kein geeigneter Investor in ihr Startup investieren.

AGBs, Datenschutz, Impressum, Urheberrecht oder auch Mitarbeiterverträge – die Liste scheint nahezu unendlich lang. Doch auch mit diesen Dingen muss sich der Gründer und sein Team auseinandersetzen, da sonst die negativen rechtlichen Konsequenzen unüberschaubar werden.

 

Fehler Nr.4:

Wenn ein Unternehmen gegründet wird, läuft dieses Ereignis üblicherweise nicht in der Tagesschau. Am Anfang wissen nur die Gründer selbst, dass es dieses Startup überhaupt gibt. Deswegen nutzen Sie Ihr Netzwerk, d.h. Freunde, Familie und Bekannte um die Nachricht zu streuen. Dabei ist es wichtig, sich nicht zu versuchen von Anfang an, an den Mainstream anzupassen. Versuchen Sie zu polarisieren! Versuchen Sie aufzufallen! Das bedeutet nicht, einfach eine „auffallende“ Werbeanzeige in der Zeitung platzieren. Überlegen Sie, welche Zielgruppe Sie erreichen möchten. Erst wenn Sie darauf eine Antwort haben, können Sie beginnen um diese zu werben. Besonders wichtig: halten Sie Ihr konkretes Ziel vor Augen.

  

Checkliste

  • Erfüllen Sie die drei Grundvoraussetzungen
  • Bauen Sie ein starkes Team auf
  • Setzen Sie Anfangs auf einfache und kostengünstige Lösungen
  • Suchen Sie rechtzeitig Investoren
  • Sichern Sie sich von Anfang an rechtlich ab
  • Nutzen Sie ihr Netzwerk
  • Machen Sie auf Ihr Startup aufmerksam

 

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Topics: Unternehmensberatung, Blog, Startups

Christopher Bieber

Verfasst von Christopher Bieber

Christopher Bieber ist Leiter einer der schnellst wachsenden Direktionen der Allfinanz Deutschen Vermögensberatung, mit 20 Vermögensberatern und rund 14.000 Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein.