Unternehmer-Blog

Steuern sparen und dabei die Altersvorsorge erhöhen? So geht's!

5. Dezember 2019 / by Christopher Bieber

Als Unternehmer sorgenfrei in den wohlverdienten Ruhestand? Das Thema Altersvorsorge geht jeden etwas an. Als Selbstständiger und Freiberufler möchten natürlich auch Sie für Ihre Altersabsicherung vorsorgen. Mit der Basisrente - auch Rürup-Rente genannt - und deren Steuerbegünstigungen steht Ihnen, da Sie nicht für eine Riester-Rente förderberechtigt sind, die Möglichkeit zur Verfügung, eine geförderte private Altersvorsorge aufzubauen. Wer einzahlt, kann in diesem Jahr 84 Prozent der Beiträge als Sonderausgaben geltend machen!

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Wussten Sie, dass Sie mit der Basisrente einen legalen Steuertrick nutzen können?

Bei der Basis- oder Rürup-Rente gibt es im Unterschied zu Riester-Verträgen keine staatlichen Zulagen. Die Förderung erfolgt durch die Gewährung von Steuervorteilen. Anleger konnten 2015 ihre Einzahlungen in die Rürup-Rente zu 80 Prozent als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen, 2016 waren es 82 Prozent. Bis 2025 steigt der Anteil auf 100 Prozent. Interessant ist dieses Modell vor allem für Bundesbürger mit einer hohen Steuerlast, denn so lässt sich das zu versteuernde Einkommen um Einiges schmälern. Erst 2016 wurde der maximal berücksichtigungsfähige Beitrag zur Basisversorgung wieder erhöht. Dieser beträgt nun 22.767 Euro für Singles und bei steuerlich zusammen veranlagten Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern gelten 45.534 Euro je Kalenderjahr. Aber es gelten Höchstgrenzen: Der jährliche Höchstbetrag ergibt sich durch die Multiplikation der jährlichen knappschaftlichen Beitragsbemessungsgrenze (West) mit dem aktuellen Beitragssatz der knappschaftlichen Rentenversicherung (2017: 94.200 Euro mal 24,8 Prozent). Das sind 23.362 Euro.

Dinge, die Sie bis Silvester erledigen sollten:

  1. Rürup-/Basisrentenvertrag prüfen:

Prüfen Sie, welche Einzahlungen sich 2019 aus Steuergründen noch lohnen. Für Alleinstehende sind hier insgesamt 24.305 Euro an Vorsorgeaufwendungen möglich, bei Verheirateten das Doppelte.

  1. Rechnungen begleichen und Steuervorteile erhalten:

Manche Aufträge, die Sie schon veranlasst haben oder ohnehin veranlassen wollen, sollten Sie am besten noch in diesem Jahr bezahlen, um dadurch Steuern zu sparen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  1. Handwerker: Bis zu 6.000 Euro Kosten für Arbeitsstunden und Anfahrt können Sie in der Steuererklärung jedes Jahr geltend machen - pro Haushalt. So können Sie sich bis zu 1.200 Euro Steuerermäßigung sichern. Wichtig: Die Rechnung muss Arbeitslöhne und Wegekosten einzeln ausweisen, weil die Materialkosten nicht absetzbar sind.
  2. Haushaltsnahe Dienstleistungen: In diese Kategorie gehören auch Teile der Nebenkostenabrechnung Ihres Vermieters. Von den darin ausgewiesenen Kosten, beispielsweise für den Hausmeister, Gartenarbeiten, Putz- und Winterdienst, können Sie sich 20 Prozent vom Finanzamt zurückholen.
  3. Umzugsfirmen: Eine ordentliche Umzugsfirma weist die Kosten so aus, dass Sie die Arbeitslöhne für die Packer beim Finanzamt einreichen können. Insgesamt können Sie in jedem Jahr 20.000 Euro so ausgeben und bis zu 4.000 Euro von der Steuer zurückholen.
  4. Werbungskosten: Wenn die Kosten, die direkt mit Ihrem Broterwerb zu tun haben, die 1.000-Euro-Arbeitnehmer-Pauschale bereits geknackt haben, bringt jeder weitere Euro eine zusätzliche Steuererstattung. In diesem Fall sollten Sie derartige Kosten noch in diesem Jahr begleichen.

Als Unternehmer sind Sie der Kapitän Ihres Schiffes. Sie tragen die Verantwortung für Ihre Mannschaft, steuern den Kurs und auch im unruhigen Wasser behalten Sie Ihre Ziele im Blick. Dazu gehört es auch, dass Sie Ihre private Absicherung und Vorsorge regeln.

Lassen Sie uns gemeinsam früher an später denken! Sie wollen wissen, wie Sie Ihr Vermögen klug vermehren und fürs Alter vorsorgen können? Sie möchten Ihre bereits bestehenden Vorsorgeverträge prüfen lassen? Wir erläutern Ihnen das Prinzip der Basisrente gern und sind nur einen Anruf weit entfernt. Vereinbaren Sie hier einen kostenlosen Beratungstermin!

Topics: Blog, Risiken minimieren, Altersvorsorge, Selbstständig, Unternehmer

Christopher Bieber

Verfasst von Christopher Bieber

Christopher Bieber ist Leiter einer der schnellst wachsenden Direktionen der Allfinanz Deutschen Vermögensberatung, mit 20 Vermögensberatern und rund 14.000 Kunden in Hamburg und Schleswig-Holstein.